Gutachten: Wohneigentumsrate sinkt

Matthias Günther

Matthias Günther, Vorstand des ISP Eduard Pestel Instituts für Systemforschung präsentierte neueste Zahlen in seinem Gutachten Deutschlands Wohneigentum im Überblick und beleuchtete Regionale Aspekte der Wohneigentumsbildung in seinem zweiten Beitrag. Gerade die Ergebnisse dieses Gutachtens sorgte für Überraschung, denn laut Matthias Günther ist in weiten Teilen Deutschlands in den letzten Jahren der Anteil derer, die in selbstgenutztem Wohneigentum leben, zurückgegangen. Das trifft insbesondere auf Regionen mit angespannten Wohnungsmärkten zu. Zwischen 2011 und 2015 ist demnach die Wohneigentumsquote in Regionen mit der höchsten wirtschaftlichen und demografischen Dynamik gesunken, speziell in Bayern, BadenWürttemberg und Hessen sowie in Großstädten wie Hamburg. In den kreisfreien Städten und Großstädten liegt die Wohneigentumsquote aktuell bei rund 27 Prozent  und damit zehn Prozent niedriger als noch Anfang des Jahrtausends. Damit kann das erst im November 2016 vom Verbändebündnis formulierte Ziel, bis 2020 die Wohneigentumsquote in Deutschland von derzeit 45 Prozent auf 50 Prozent zu heben, ohne konzentrierte politische Maßnahmen nicht mehr erreicht werden.

Deutschlands Wohneigentum im Überblick
von Mathias Günther, Vorstand des Pestel Instituts

Regionale Aspekte der Wohneigentumsbildung
von Mathias Günther, Vorstand des Pestel Instituts